Dienstag, 20. Mai 2014

Taranaki Hiking Weekend


Am vergangenen Wochenende war ich diesmal nur mit den 2 anderen Praktikanten aus meinem Unternehmen unterwegs. Wir haben Freitag frei genommen und haben uns auf den Weg ins ca. 400km entfernte Stratford gemacht, inklusive einem längeren Aufenthalt in New Plymouth, einer schönen Stadt mit einem wunderschönen- wie an der Westküste üblichen- schwarzen Sandstrand.  Stratford ist eine kleine Stadt mit nur etwa 5000 Einwohnern und vollkommen weg vom Schuss…wir haben vergeblich nach einer Bar oder einem Pub gesuchtJ  Was auffällig war, dass uns eine Statue von William Shakespeare begrüßt hat. Darüberhinaus erinnern die ganzen Straßennamen an berühmte Stücke von ihm, so wie auch das in Neuseeland einzigartige Glockenspiel, welches Romeo und Julia viermal am Tag präsentiert. Die Stadt wurde zu Ehren von Shakespear’s Geburtsort Stratford-upon-Avon in England so benannt.  Das eigentlich Besondere an Stratford ist jedoch, die Nähe zum Egmont National Park mit dem 2518m hohen Vulkan Mt. Taranaki (nur ca. 10km bis zum „Eingang“).
Am Samstag sind wir dann früh aufgestanden, um den Berg in Angriff zu nehmen. Leider hat uns dann ein Ranger des Parks mitgeteilt, dass es zu gefährlich sei den Gipfel ohne Ausrüstung zu erklimmen und er meinte dass auch schon 2 Leute gestorben wären bei dem Versuch. Daher haben wir beschlossen, soweit wie möglich in die Höhe zu gehen. Daher haben wir uns für den „Lake Dive Hut“ Walk entschieden, welcher uns in eine Höhe von ca. 1500m gebracht hat. Mit einer Länge von ca. 14km haben wir ca. 8h gebraucht. Jedoch war auch hier die Wanderung, wie schon in den Pinnacles, nicht wie vielleicht in den österreichischen Alpen mit einem schönen Weg verknüpft. Sondern außer ein paar Markierungen mussten wir uns den Weg mehr oder weniger selber „suchen“. Das war wirklich abenteuerlich denn es ging wirklich durch Matsch und Schlamm, sowie 3 mal mussten wir einen etwas größeren Bach ohne Brücke überqueren.
Jedoch war die Aussicht und auch die Landschaft mit dem Regenwald atemberaubend!
Am Abend haben sind wir dann nach einer schönen heißen Dusche, einem leckeren indischen Essen, sowie „Inglourious basterds“ und „Full Metal Jacket“ voller Erschöpfung eingeschlafen.
Nach diesem aktiven Samstag haben wir den Sonntag ruhig angehen lassen und haben in einem Cafe gemütlich gefrühstückt, bevor wir uns auf die 6 stündige Heimfahrt begeben haben.
Ich wünsche euch viel Spaß mit den Bildern und eine Gute Zeit im sommerlichen DeutschlandJ
LG
Philipp.


















































Rotorua Rafting Weekend



Nach einer  kleinen Pause werdet ihr heute erfahren, was ich in den letzten zwei  Wochenenden so getrieben habeJ
Also vorletztes Wochenende ging es in die „Maori-Kultur-Hauptstadt“ Rotorua oder auch „Stinky-Rotorua“.
Am Samstag sind wir relativ früh losgefahren, um gegen 13 Uhr mittags in Rotorua anzukommen. Sofort wurde mir klar, woher der Spitzname kommt: Rotorua ist nämlich umgeben von Thermalfeldern und Geysiren und der Schwefelgeruch (wie verfaulte Eier) ist überall in der Luft. Ich frage mich, wie die Bewohner das aushalten könnenJ
Nach einem kurzen Lunch und nachdem wir unsere Sachen im Hostel verstaut hatten,  wurden wir von einem Bus zu einer Rafting Tour auf dem Kaituna River mit einem unglaublichen 7m Wasserfall abgeholt. Nach einer kurzen Einführung ging es dann auch schon los: Schnell Schwimmanzug, Schwimmweste, Helm und spezielle Schuhe angezogen und dann ab ins Wasser. In einem Boot sitzen übrigens immer 6 „Rafter“ und ein erfahrener Guide, der das Boot durch die Strömungen steuern soll. Bevor wir jedoch lospaddeln konnten, hat unser (Maori-)Guide so etwas wie ein Gebet zu dem Fluss gesprochen, damit er uns sicher durch die Fluten lotsen solle.
Jedoch hat mein Nebenmann offenbar sein Frühstück vergessen, denn als wir vorwärts wollten, drehte sich unser Boot im Kreis aufgrund unterschiedlicher PaddeltechnikJ . Nach diesen Anfangsschwierigkeiten war es eine richtig coole Tour mit einigen Kurven, Strömungen und Wasserfällen. Das Highlight des Trips war jedoch wie schon oben erwähnt, der 7m hohe Wasserfall. Das Gefühl ist einfach unglaublich und ein richtiger Adrenalinschock, denn es ist natürlich nicht ganz ungefährlich…zum Leidwesen mancher ist unser Gefährt jedoch nicht gekentert, sondern wir sind gut gelandet. Daher hat unser Guide vorgeschlagen wir könnten doch den nächsten „nur“ 2m hohen Wasserfall ohne Raft hinuntersegeln. Gesagt, getan: Am nächsten Wasserfall sind wir ins Wasser gesprungen und die Strömung hinunter gestürzt. Das war im Nachhinein betrachtet sogar das witzigste am ganzen Trip, weil ich im ersten Moment total die Orientierung unter Wasser verloren habe und gar nicht mehr gewusst habe wo oben und wo unten istJ
Nach diesem fantastischen Erlebnis sind wir in unser Hostel zurückgekehrt und haben es uns in unserem eigenen Thermalpool gemütlich gemacht. Den Abend haben wir ausklingen lassen mit einem sehr guten BBQ und der wildesten und besten Party, die ich in Neuseeland bisher erlebt habe. Das Motto dieser Party war Nerdparty (siehe Bilder).
Nach einer kurzen Nacht gings am Sonntag in ein Maori Dorf mit einem unaussprechlichen und ich glaube aus 32 Buchstaben bestehendem Wort. Für die Touristen haben sie es abgekürzt auf  Whakarewarewa (gesprochen Fakarewarea, weil es in der Maori Sprache den Buchstaben „F“ nicht gibt). In diesem Dorf sind die meisten natürlichen Thermalquellen und Geysire zu finden. Hier bekamen wir in einem Rundgang Einblicke in den Alltag der Maori und auch in deren Kultur. Zum Abschluss fand noch eine kulturelle Vorführung inklusive dem Kriegstanz  „Haka“ statt. Die Maori Kultur so nah zu erleben ist fast schon ein Muss, wenn man sich in Neuseeland aufhält meiner  Meinung nach.
Nach dem Maori-Dorf fuhren wir mit der Gondel hinauf auf den höchsten Berg der Umgebung den Mt. Ngongotaha.  Dort angekommen hat man einen überragenden Blick auf die Stadt und den wunderschönen Lake Rotorua. Jedoch haben wir hier oben nicht nur die tolle Aussicht genossen, sondern wir haben uns Tickets gekauft für das Luge Riding. Man kann es vergleichen mit einem Go-Kart mit dem Unterschied, dass man keine Fußpedale, sondern mit dem Griff lenken und bremsen muss. Die Gefährte sind schwerkraftbetrieben, weshalb auch kein Motor vorhanden ist. Das hat mega Spaß gemacht und wir sind wie kleine Kinder voller Ehrgeiz die Strecke hinuntergesaustJ
Danach haben wir beschlossen bevor der Heimfahrt noch etwas total Verrücktes zu tun, nämlich „Zorbing“. Das hat jeder bestimmt schon mal gesehen. Man wird in einen Ball gesteckt und dieser Ball wird dann mit Wasser gefüllt und dann wird man einen Hügel hinuntergekullert. Es war besonders witzig, weil wir beschlossen haben, zu zweit in einen Ball zu gehen. Dann kann man sich gegenseitig schreien hörenJ Nachdem wir wieder unten waren hat der Typ an der Kasse gemeint, wir könnten uns die Zeit vertreiben, indem wir uns ins Gras legen und die anderen Bälle über uns rollen lassen können. Nach dem Zorbing haben wir uns wieder Richtung Heimat gemacht!
Weil ich euch jetzt schon genug mit Text zu geschwafelt habe, komme ich zum Fazit: Alles in allem ein überragender Trip und einer der Besten, die ich bisher hier gemacht habe!
 



















































Ein Besuch im "Jelly Bean Museum". Nicht mehr als ein Süßigkeiten Shop:)