Nach einer kleinen
Pause werdet ihr heute erfahren, was ich in den letzten zwei Wochenenden so getrieben habeJ
Also vorletztes Wochenende ging es in die „Maori-Kultur-Hauptstadt“
Rotorua oder auch „Stinky-Rotorua“.
Am Samstag sind wir relativ früh losgefahren, um gegen 13
Uhr mittags in Rotorua anzukommen. Sofort wurde mir klar, woher der Spitzname
kommt: Rotorua ist nämlich umgeben von Thermalfeldern und Geysiren und der
Schwefelgeruch (wie verfaulte Eier) ist überall in der Luft. Ich frage mich,
wie die Bewohner das aushalten könnenJ
Nach einem kurzen Lunch und nachdem wir unsere Sachen im
Hostel verstaut hatten, wurden wir von
einem Bus zu einer Rafting Tour auf dem Kaituna River mit einem unglaublichen
7m Wasserfall abgeholt. Nach einer kurzen Einführung ging es dann auch schon
los: Schnell Schwimmanzug, Schwimmweste, Helm und spezielle Schuhe angezogen
und dann ab ins Wasser. In einem Boot sitzen übrigens immer 6 „Rafter“ und ein
erfahrener Guide, der das Boot durch die Strömungen steuern soll. Bevor wir
jedoch lospaddeln konnten, hat unser (Maori-)Guide so etwas wie ein Gebet zu dem
Fluss gesprochen, damit er uns sicher durch die Fluten lotsen solle.
Jedoch hat mein Nebenmann offenbar sein Frühstück vergessen,
denn als wir vorwärts wollten, drehte sich unser Boot im Kreis aufgrund
unterschiedlicher PaddeltechnikJ
. Nach diesen Anfangsschwierigkeiten war es eine richtig coole Tour mit einigen
Kurven, Strömungen und Wasserfällen. Das Highlight des Trips war jedoch wie
schon oben erwähnt, der 7m hohe Wasserfall. Das Gefühl ist einfach unglaublich und
ein richtiger Adrenalinschock, denn es ist natürlich nicht ganz ungefährlich…zum
Leidwesen mancher ist unser Gefährt jedoch nicht gekentert, sondern wir sind
gut gelandet. Daher hat unser Guide vorgeschlagen wir könnten doch den nächsten
„nur“ 2m hohen Wasserfall ohne Raft hinuntersegeln. Gesagt, getan: Am nächsten
Wasserfall sind wir ins Wasser gesprungen und die Strömung hinunter gestürzt. Das
war im Nachhinein betrachtet sogar das witzigste am ganzen Trip, weil ich im
ersten Moment total die Orientierung unter Wasser verloren habe und gar nicht
mehr gewusst habe wo oben und wo unten istJ
Nach diesem fantastischen Erlebnis sind wir in unser Hostel
zurückgekehrt und haben es uns in unserem eigenen Thermalpool gemütlich
gemacht. Den Abend haben wir ausklingen lassen mit einem sehr guten BBQ und der
wildesten und besten Party, die ich in Neuseeland bisher erlebt habe. Das Motto
dieser Party war Nerdparty (siehe Bilder).
Nach einer kurzen Nacht gings am Sonntag in ein Maori Dorf
mit einem unaussprechlichen und ich glaube aus 32 Buchstaben bestehendem Wort.
Für die Touristen haben sie es abgekürzt auf Whakarewarewa (gesprochen Fakarewarea, weil es
in der Maori Sprache den Buchstaben „F“ nicht gibt). In diesem Dorf sind die
meisten natürlichen Thermalquellen und Geysire zu finden. Hier bekamen wir in
einem Rundgang Einblicke in den Alltag der Maori und auch in deren Kultur. Zum
Abschluss fand noch eine kulturelle Vorführung inklusive dem Kriegstanz „Haka“ statt. Die Maori Kultur so nah zu erleben
ist fast schon ein Muss, wenn man sich in Neuseeland aufhält meiner Meinung nach.
Nach dem Maori-Dorf fuhren wir mit der Gondel hinauf auf den
höchsten Berg der Umgebung den Mt. Ngongotaha. Dort angekommen hat man einen überragenden
Blick auf die Stadt und den wunderschönen Lake Rotorua. Jedoch haben wir hier
oben nicht nur die tolle Aussicht genossen, sondern wir haben uns Tickets
gekauft für das Luge Riding. Man kann es vergleichen mit einem Go-Kart mit dem
Unterschied, dass man keine Fußpedale, sondern mit dem Griff lenken und bremsen
muss. Die Gefährte sind schwerkraftbetrieben, weshalb auch kein Motor vorhanden
ist. Das hat mega Spaß gemacht und wir sind wie kleine Kinder voller Ehrgeiz
die Strecke hinuntergesaustJ
Danach haben wir beschlossen bevor der Heimfahrt noch etwas
total Verrücktes zu tun, nämlich „Zorbing“. Das hat jeder bestimmt schon mal
gesehen. Man wird in einen Ball gesteckt und dieser Ball wird dann mit Wasser
gefüllt und dann wird man einen Hügel hinuntergekullert. Es war besonders
witzig, weil wir beschlossen haben, zu zweit in einen Ball zu gehen. Dann kann
man sich gegenseitig schreien hörenJ
Nachdem wir wieder unten waren hat der Typ an der Kasse gemeint, wir könnten
uns die Zeit vertreiben, indem wir uns ins Gras legen und die anderen Bälle
über uns rollen lassen können. Nach dem Zorbing haben wir uns wieder Richtung
Heimat gemacht!
Weil ich euch jetzt schon genug mit Text zu geschwafelt
habe, komme ich zum Fazit: Alles in allem ein überragender Trip und einer der Besten,
die ich bisher hier gemacht habe!
| Ein Besuch im "Jelly Bean Museum". Nicht mehr als ein Süßigkeiten Shop:) |





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